Freiwillige Feuerwehr Grafendorf-Gundersheim

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Die Freiwillige Feuerwehr Grafendorf-Gundersheim wurde durch die Zusammenlegung der ehemaligen Feuerwehren Grafendorf und Gundersheim-Griminitzen im Jahr 1982 gegründet. Die ursprüngliche Gründung der Wehren erfolgt jedoch rund ca. 100 Jahre früher.

Das Jahr 1887 war das Geburtsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Gundersheim-Griminitzen. Dieses Jahr war laut Aufzeichnungen von schweren Unwettern geprägt. Die Gail, die damals recht spärlich verbaut war, trat aus ihrem Flussbett und verheerte die Felder im Flussbereich. Mit der Erneuerung der Uferverbauung wurde in den Folgejahren sofort begonnen. In dieser Zeit kannte man keine Katastrophenhilfe und es gab auch keinen Zuschuss von Seiten der Gemeinde oder des Landes. Somit wurde mit Robotleistungen und Nachbarschaftshilfe die schweren Schäden beseitigt. Ein Jahr später, 1988, kam es aus der Not der Zeit auch in der Ortschaft Grafendorf zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr.

Anfang der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts, konnte durch die Initiative des damaligen Musitzbauers aus Griminitzen, das 1. Löschgerät eine einachsige Handdruckspritze (Hydorphor) aus Eigenmittel und mit großer Unterstützung des Nachbarschaft von den Kameraden aus Gundersheim-Griminitzen angeschafft werden.

Um die Jahrhundertwende (1900) konnten die Kameraden in Grafendorf, durch die Anschaffung einer Hyprophorspritze, die bereits 2rädrig war, bei ihren Hilfeleistungen und Feuereinsätzen als technisches Hilfsgerät zurückgreifen. In diese Zeit, viel auch der Kauf der 2. Hydrophorspritze der Feuerwehr Gundersheim-Griminitzen. Dieser 2rädrige Pferdeanhänger wurde vom Maschinenbauer vlg. Siegl in Reisach in den Folgejahren auf 4 Rädern umgebaut.

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Das Feuerwehrhaus Grafendorf

 

Die Hydrophorspritze der Feuerwehr Grafendorf ist heute noch erhalten, und kann bei Jubiläumsfesten der Bevölkerung in sehr gut renoviertem Zustand vorgeführt werden.

Die Motorisierung in den Folgejahren, konnte im Jahr 1934 durch den Kauf einer Rosenbauer RK 60 Tragkraftspritze die Technisierung in der Feuerwehr weiter vorangetrieben werden. Im Kriegsjahr 1942 wurde durch den Ankauf einer RK 80, die Schlagkraft der Feuerwehrkameraden in der Ortschaft Grafendorf erhöht. Diese ersten Motorspritzen wurden in den 60er bzw. 70er Jahren durch den Zukauf von VW 75 Tragkraftspritzen erneuert. Und erst ab diesem Zeitpunkt wurden Anschaffungen im Feuerwehrbereich durch die örtliche Gemeinde mitfinanziert.

Eine große Erleichterung im Feuerschutz erzielte man durch den Bau der Wasserversorungsanlage in den Jahren 1961 bis 1963. Hierdurch konnte durch ein dichtes Hydrantennetz der vorbeugende Brandschutz in den Ortschaften beträchtlich gesteigert werden.

In den Hochwasserjahren 1965 und 1966 wurden von den Kameraden der Wehren hunderte Einsatzstunden aufgewendet, um größere Schäden an Leib und Gut in der Ortsbevölkerung zu verhindern. Infolge dieser Katastrophen wurde von der damaligen Gemeinde Reisach, unter Bürgermeister Andreas Lenzhofer, im Jahre 1973 ein Unimog SU 110 den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gundersheim-Griminitzen übergeben. Dieses Fahrzeug diente in den ersten Jahren auch zusätzlich als Schneeräumfahrzeug der Gemeinde.

Ab dieser Zeit, schafften Funkgeräte der Feuerwehr große Erleichterung und einen Informationsvorsprung bei Einsätzen. Mit der Anschaffung von Atemschutz- und Hydraulischen Rettungsgeräten wurde die Sicherheit der Feuerwehrkameraden und der Bevölkerung Schritt für Schritt erhöht. Als nach mehr als 20 Jahren das alte Löschfahrzeug nicht mehr den modernen Anforderungen entsprach, wurde im Jahre 1995 dieses gegen ein modernes "Mercedes MB 140" Löschfahrzeug (LFB-A) ersetzt. Als letzte technische Erneuerung, wurde die nach 40 Jahren im Dienst gestandene Tragkraftspritze VW durch eine Ziegler TS 12 ersetzt.

Mit dem Beschluss der Kameradschaften, Ende der 70er Jahre, die Feuerwehren Grafendorf und Gundersheim-Griminitzen zusammenzulegen, wurde im Juli des Jahres 1982 mit der Einweihung des neuen Gerätehauses an der Bundesstrasse, die Zusammenlegung der Wehren zu einer schlagkräftigen Wehr mit über 100 Aktiven besiegelt. Als erfahrener Kommandant wurde Adolf Thurner mit der Leitung der freiwilligen Feuerwehr Grafendorf - Gundersheim betraut. Im Jahre 1985 folgte Günther Zebedin als Kommandant. Von 2009 bis 2015 hatte Wolfgang Nussbaumer das Kommando der Wehr in seiner Hand. Seit 2015 steht Mario Neuwirth als Kommandant der freiwilligen Feuerwehr Grafendorf - Gundersheim an der Spitze.

In den letzten Jahren konnte mit vielen freiwilligen Stunden die Ansicht des Feuerwehrhauses umgestaltet werden. Der Abschluss dieser Neugestaltung bildete die Einweihung eines Mosaiks, daß den Hl. Florian darstellt, der Objekte der heimischen Ortschaften schützt. Dieses großartige Kunstwerk wurde von dem heimischen Hobbykünstler und Feuerwehrkameraden Gottfried Zerza in unzähligen Stunden geschaffen. Das aus mehr als 23.000 einzelnen Glaskeramiksteinen produzierte Werk, wurde vom Künstler im Jahre 2003 in die Obhut der Feuerwehrkameradschaft übergeben. Das Mosaik ist an der Südseite des Rüsthauses angebracht und soll die Feuwehrkameraden und den Bewohnern symbolisch als Retter in Not dienen!

  • Kommandant: OBI Neuwirth Mario
  • Kommandant -Stv.: BI Zobernig Daniel
  • Zugskommandanten: HBM Zerza Bruno, OBM Weger Ralf
  • Gruppenkommandanten: HBM Zerza Bruno, OBM Weger Ralf, HLM Winkler Werner, LM Oberortner Hubert, LM Pichler Philip
  • Kameradschaftsführer: V Kaltenhofer Dominik
  • Kassier: HLM Winkler Werner
  • Schriftführer: LM Kronabetter Gerhard
  • Kontaktadresse:ff-grafendorf-gundersheim@outlook.com

 

 

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Feuerwehr Grafendorf-Gundersheim im April 2017

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Hydranten und Wasserbezugsstellen in Grafendorf

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Hydranten und Wasserbezugsstellen in Gundersheim

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Hydranten und Wasserbezugsstellen in Griminitzen

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